Agiles Projektmanagement
»Ich hatte vom Feeling her ein gutes Gefühl«.
Der Begriff agiles Projektmanagement hört sich wie der Satz von Andi Möller an. In dynamischen Umwelten von heute müssen Projekte anders geführt werden als zu den Zeiten der trägen Märkte, wo den Projektteams sehr viel Zeit für Planung und Iterationen zwischen Planung und Ausführung zur Verfügung stand. Heute können sich selbst die Projekte mit einem kleinen nichttrivialen Anteil der Umweltendynamik nicht entziehen.
Der Begriff agiles Projektmanagement ist derzeit en vogue. So schließen wir uns Andi Möller an:
Agiles Projektmanagement ist der Oberbegriff für verschiedene Gestaltungsrahmen für Projektmanagement im dynamischen Umfeld. Für IT-Projekte sind Scrum oder Extreme Programming führende Beispiele.
Agiles Projektmanagement ist nur möglich, wenn die Wertekultur eines Unternehmens für seine Projekte die Grundlage bildet. Das Vertrauen, das für agiles Projektmanagement fundamental wichtig ist, befindet sich in der Kultur der Hinterbühne.
Mit "Chaka! Wir werden jetzt agil!" kann das agile Projektmanagement nicht praktiziert werden. Das Dilemma von Unternehmen, die nach einem Seminar für agiles Projektmanagement die Kurve in Richtung Agilität nicht kriegen, liegt darin, dass sie nach dem Motto "Du machen agil!" die Verhaltenskultur in ihren Projekten zu verändern versuchen, wobei sie die Wertekultur ausblenden.
Das vergebliche Feilen an den Soft Skills von Projektbeteiligten sorgt um noch größere Frustration.
Das Eigenschaftswort agil bedeutet, dass das Projekt in der Lage ist, seine Eigendynamik an die Komplexität seiner Umwelt anzupassen. Für agiles Projektmanagement muss man davon ausgehen, dass nicht alle Zusammenhänge analytischen Algorithmen zugänglich sind. Die gekonnte Handhabung des magischen Hexagons ist der kritische Erfolgsfaktor für agiles Projektemanagement.
Agiles Projektmanagement bedeutet für uns das Projektmanagement in dynamischen Umwelten.

