Geert Hofstede™ Cultural Dimensions

Der niederländische Organisationsanthropologe Geert Hofstede analysierte anhand von fünf Kulturdimensionen die Zusammenhänge zwischen nationalen Kulturen und Unternehmenskulturen bei den Mitarbeitern der IBM.
  • Machtdistanz (Power Distance Index - PDI)
  • Individualismus und Kollektivismus (Individualism - IDV)  
  • Masculinity versus Femininity (MAS)
  • Lang- oder kurzfristige Ausrichtung (Long-Term Orientation - LTO)
  • Unsicherheitsvermeidung (Uncertainty Avoidance Index - UAI)

Die letzte Dimension beschreibt Hofstede wie folgt: 

Das menschliche Bewusstsein folgt der Kausalität (Ursache und Wirkung), kann aber die Wirkungen der Handlungen in Vergangenheit und Gegenwart nicht vollständig voraussehen.

Es gibt Gesellschaften, die diese Tatsache akzeptieren. Sie sind meist tolerant gegenüber von ihren abweichenden Meinungen, weil diese keine Bedrohung darstellen. 

Andere Gesellschaften lehren ihre Mitglieder „die Zukunft auszutricksen“. Weil die Zukunft aber immer noch unvorhersehbar bleibt, herrscht in diesen Gesellschaften eine höhere Nervosität, Emotionalität und Aggressivität. 

Die Unterscheidung

→ kausale Kopplung

→ strukturelle Kopplung

gilt allerdings in beiden Gesellschaften-Typen.

Um Diversity Management in Unternehmensorganisationen zu erklären, ist das Modell von Geert Hofstede nicht ganz geeignet.

Zu den Zeiten seiner Studien richtete sich die interkulturelle Kommunikation in erster Linie an den wirtschaftlichen und diplomatischen Nachwuchs. Ihr Ziel und Zweck waren gewinnbringende Handelsbeziehungen und eine von Taktgefühl geleitete Außenpolitik. Jene Ansätze und Modelle sind auf die Geschäftsreisenden, Expatriats oder Handelsdiplomaten zugeschnitten, die »heute kommen und morgen gehen«, aber nicht auf die Menschen, die »heute kommen und morgen bleiben« oder gar über den Kreissaal zugewandert sind.