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Autodynamik
Schön haben sie das wichtigste Merkmal von Unternehmen beschrieben, die alten Griechen: autós : selbst, poiein : erschaffen; schöpfen
Autopoiesis bezeichnet die Reproduktion von Elementen eines Systems durch das System selbst. Unternehmen sind autopoietische Systeme. Die Umwelten eines Unternehmens können weder seine Elemente konstituieren noch seine Operationsweise direkt verändern. Als autopoietische Systeme sind Unternehmen operativ geschlossen. Ihre Umwelten spüren sie am Dynamikgefälle. Da sind Druckpunkte und Stellen zu suchen, auf die ein Unternehmen sensibel reagiert.
Ist die Umweltdynamik größer als die Eigendynamik hat das Unternehmen ein Problem. Es spürt den Druck der nächsten Umwelt, den vom Markt. Hier ist der Druckpunkt, den (Prozess-)Manager zu identifizieren haben. Hier schließt sich das Unternehmen an seine Umwelt an.
Ist die Eigendynamik größer als Umweltdynamik könnte das Unternehmen Marktvorteile aber auch Probleme haben: Überrascht das Unternehmen seine Mitbewerber mit außergewöhnlichen Ideen, Produkten, Services, so ist es erfolgreich. Wird im Unternehmen aufgrund des kreativen Potenzials sehr viel nice to have gemacht, ohne dass man auf dem Markt dafür Abnehmer findet, dann hat es ein Problem.
Hier adaptieren wir Ross Ashby auf unsere Sichtweise: Nur Unternehmen, die über mindestens so viel Eigendynamik wie die Dynamik ihrer Umwelt verfügen, können erfolgreich sein.
Unternehmen reagieren permanent auf Veränderungen in ihren Umwelten, allen voran in ihrer Umwelt Markt. Sie versuchen, die Dynamikdifferenz für sich selbst in Gebrauch zu nehmen. Dadurch sind sie ständig im Werden, ständig in Re-Konstruktion. Sie spüren die Druckpunkte und schrauben an den Stellhebeln, um die Eigendynamik auf das Niveau der Umweltdynamik anzuheben.
Dieses permanente Reagieren auf die Umweltdynamiken führt im unternehmerischen Kontext zum laufenden organisationalen Wandel: Autodynamik.

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